Ein richtig schlechter Fotograf
 
Wenn du jetzt denkst, ich möchte hier über einen Kollegen herziehen, dann muss ich dich leider enttäuschen. Das Schipfen über andere Fotografen überlasse ich lieber anderen Fotografen.
Stattdessen möche ich hier über mich selber schreiben. Und zwar über mich als Fotografen vor ein paar Jahren. :D

 

 

Das Wetter wird ja schön langsam so, dass man mehr und mehr Zeit in der Wohnung verbringt und die Sachen aufarbeitet, die den Sommer über liegen geblieben sind. Für mich gehört dazu standardmäßig das Sichern der Bilder, die ich so übers Jahr gemacht habe.
 
Da saß ich also neulich so an meinem Computer und sehe mir an, was ich das Jahr über so zusammengeknipst habe und dabei fällt mir auf, dass ich viele der Motive auch Jahre zuvor - zu Beginn meiner Reise in die Welt der Fotografie gemacht habe. Man könnte jetzt meinen, nostalgische Gefühle machten sich breit, als ich die Motive, die ich vor Jahren gemacht habe betrachtet habe. Nichts könnte ferner ab von der Wahrheit sein. Das Gefühl, das sich am ehesten breit machte kann eher mit den Worten beschrieben werden, die mir als erstes durch den Kopf schossen :"Ja schei..., was sind denn das für Stümperbilder". Kein wirklicher Vergleich mit den aktuelleren.
 
Das Schlimme ist, auch bei diesen älteren Bildern konnte ich mich nicht mehr darauf hinausreden, dass ich damals Anfänger gewesen wäre. Nein... bei einem Großteil der Bilder kam sogar schon meine zweite DSLR - eine Vollformatkamera - zum Einsatz. Ich dachte zwar damals, dass ich Ahnung vom Fotografieren hätte, letztendlich muss man ja nur das Knöpfchen drücken, alles andere übernimmt der Vollautomatikmodus, jedoch habe ich mich da wohl gewaltig getäuscht. Wissen über Komposition und die Technik der Kamera hatte ich nicht wirklich. Komischerweise gefiel mir aber, was ich machte.
 
Damit, dass die Bilder nicht sooo toll aufgenommen wurden, ist es allerdings noch nicht getan. Nein... ein weiteres Phänomen, das sich sehr häufig immer und immer wieder bei Fotoneulingen, aber auch Fortgeschrittenen beobachten lässt spielte noch in meine Bilder hinein: "Das mit der Kamera gemachte Bild muss nicht perfekt sein, man kann es ja dann im Anschluss noch in Photoshop so hindrehen, dass es ein tolles Foto wird." Letztendlich führte dies auch nur dazu, dass bereits schlechte Bilder noch schlechter wurden...
 
Weshalb schreibe ich nun aber dies alles? Ganz einfach: weil ich möchte, dass ihr seht, dass es nicht damit getan ist, einfach Profiequipment zu haben. Viel wichtiger ist das Können, das man sich im Laufe der Jahre aneignet.
 
Jetzt will ich euch aber nicht länger auf die Folter spannen. Natürlich dürft ihr ein paar dieser Bilder, die mich heute an meinen damaligen Fähigkeiten zweifeln lassen, sehen. Dabei ist auch immer ein aktuelleres Bild vom gleichen Motiv dabei. Bedenkt, dass größtenteils die Ausrüstung die gleiche war, nur das Können und Wissen des Knipsers hat sich ein wenig verändert. Obwohl ich an und für sich hauptsächlich Portraits fotografiere, habe ich mich dazu entschieden keine der alten Portraits zu zeigen, das hätten die damals fotografierten Personen nicht verdient... :D
 
Viel Spaß beim Betrachten.

 

 

 

 

 

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