Am Sonntag Vormittag auf dem Cave Gladium
 

Die 2. Further Freinacht ging gestern, beziehungsweise heute morgen, ohne mich zu Ende. So ändern sich nunmal die Zeiten. Umso interessanter ist es heute für mich, den Sonntag Vormittag auf dem Cave Gladium zu verbringen. Ich will den Spaziergang genießen - und so gehe ich nicht schwer bepackt mit Vollformat und Telezoom, sondern nur mit einer kleinen DSLR und einer 50mm Festbrennweite hin.

 

 

Wenn man hier Sonntags früh genug auftaucht, hat man die Chance, die ruhige Seite des Mittelaltertreibens erfahren oder besser gesagt erlaufen zu können. Denkt man sich im Hintergrund Baugerüst und Kran weg, sieht man wie perfekt das Fest an den Platz passt, wo es jedes Jahr errichtet wird.

Nachdem nun mit der 2. Freinacht vermutlich der Höhepunkt des Festes vorübergegangen ist, erkennt man auch bei den Lagernden deutlich die Entspannung darüber, dass alles gut verlaufen ist und manch einer freut sich vielleicht auch schon wieder darauf seinen Holzschemel gegen ein Sofa der Neuzeit zu tauschen. Wenn auch sicherlich mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Aber noch ist es ja nicht so weit. Man kann Edeldamen beobachten, wie sie sich noch einmal besonders hübsch für den letzten Tag machen, während ihre Edelmänner, vielleicht mit dem Hintergedanken ob es noch für ein Glas Met reicht, das verbliebene Geld zählen.

Kleine Ritter werden in der Schneiderey frisch eingekleidet und kleine Kinder werden auf den vielleicht kommenden Regen vorbereitet, welcher jedoch Gott sei Dank nicht kam.

Die einzelnen Lager werden noch ein letztes Mal liebevoll dekoriert. Überall duftet es bereits verlockend und so wundert es nicht, dass man neben Waffen und Schilden auch Kräuter ausgestellt bewundern kann.

Für meinen Ältesten (und auch für meine Lebensgefährtin) ist jedes Jahr aufs Neue das mit Herzblut aufgeführte Puppentheater vom „Kistler“, welches mit allerlei Spezialeffekten und abenteuerlichen Geschichten verzaubert, ein Highlight und Muss.

Die in der Arena aufgeführten Darbietungen für Groß und Klein runden auch am Sonntag Vormittag für mich nochmal den Besuch ab. Feen tanzen und verzaubern mit verschiedensten Kunststücken. Jongleure führen ihre Tricks und sogar ganze Akrobatiknummern in schwindelerregender Höhe auf.

Sehr nett finde ich auch, dass sich die Veranstalter um einen Stand kümmerten, an dem Kinderschminken angeboten wurde. Es verblüfft mich immer wieder zuzusehen, wie ein kleines Kunstwerk aus dem Nichts entsteht.

Nach der Akrobatiknummer gingen wir noch eine Weile durch die Reihen der Lager und vergaßen die Zeit als wir plötzlich an der österreichischen Staatsgrenze angelangt waren. Unsere Landesnachbarn saßen gerade bei Speiß und Trank, wobei wir sie nicht stören wollten und uns deshalb wieder auf den Rückweg machten.

 

 
 
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