5 Tipps zum Bilderkauf
 
Letzte Woche habe ich ja geschrieben, weshalb es meiner Meinung nach wichtig ist, zu bestimmten Situationen im Leben Bilder zu haben. Das allerdings ist nur die halbe Miete. All das ist in meinen Augen nichts wert, wenn die Bilder nicht tatsächlich in irgendeiner Art und Weise in Papierform existieren. Ein Bild das nicht gedruckt ist, ist letztendlich nur eine Anordnung von Nullen und Einsen auf irgendeinem digitalen Speichermedium (das unter Garantie im Laufe der Zeit kaputt gehen wird). Auf Papier kann es vieles sein: eine schöne Erinnerung in einer Fotocollage, die Vorderseite einer Grußkarte bis hin zur Kunst an der Wand.
 
Nun ist es allerdings so, dass man beim Bestellen der Bilder einiges falsch machen kann. Aus diesem Grund möchte ich euch hierzu einige sehr nützliche Hinweise und Tipps an die Hand geben.
Tipp 1: Schnelldrucker sind das, wie sie heißen.
Mit Sicherheit habt ihr schon mal an einem Schnelldrucker, welche üblicherweise in Fotogeschäften und Drogeriemärkten anzutreffen sind, Fotos drucken lassen. Ich übrigens auch. Werde ich garantiert auch wieder mal machen. Aber bitte eben nur dann, wenn ich ganz schnell ein Foto brauche, weil ALLE anderen Optionen zeitlich nicht mehr funktionieren würden. Dann jedoch sind die Gold wert. Und zwar in mehrerleich Hinsicht. Zum einen für mich, weil ich eben dieses Bild ganz schnell in (meist) akzeptabler Qualität bekomme, zum anderen aber auch für den Geldbeutel des Anbieters. Diese Fotos sind nämlich im Vergleich zu Abzügen wesentlich teurer. Ein (in den Drogeriemärkten gängiger) Kodak Sofortdruck im Standardformat 10cm x 15cm kostet derzeit laut Internet 0,27 Cent. Das gleiche Foto eingeschickt als Abzug kostet in der gleichen Größe 0,08 Cent. Das sind... ich hatte seinerzeit Leistungskurs Mathematik... ja... etliche Prozent Unterschied.
Damit aber noch nicht genug.
 
Tipp 2: Abzüge machen länger Freude
Die Fotos aus dem Schnelldrucker sind eine relativ simple Sache. Tinte auf Papier. Und diese Drucke verändern mit der Zeit ihre Farbe oder verlieren an Leuchtkraft und Farbintensität. Ein sehr teures Produkt also, an dem man nicht wirklich lange seine Freude haben wird.
Abzüge vom Fotolabor hingegen entstehen auf völlig andere Art und Weise. Wer genau wissen will, wie das geht, der sucht am besten einfach mal bei Youtube danach. Für uns soll es reichen, zu wissen, dass diese Bilder wesentlich länger ihre Qualität behalten. Vom Unterschied her wieder die... ja... etlichen Prozent.
Wenn ich also die 3-4 Tage Zeit habe, die es dauert, bis diese Bilder fertig sind, greife ich auf alle Fälle auf diese Variante zurück.
 
Tipp 3: Abzüge sehen so aus, wie sie aussehen sollen
Ich betreibe großen Aufwand, dass mein Bildschirm, an dem die Bilder nachbearbeitet werden, die absolut korrekten Farben anzeigt. Allein die Messinstrumente kosten mehr, als vermutlich bei vielen der Bildschirm... Das mache ich, weil ich Spaß daran habe, wenn ich bei Erhalt der bestellten Bilder keine bösen Überaschungen erlebe. Denn (und davon kann man ausgehen), die Fotolabore, die Abzüge herstellen haben ihre Maschinen auch kalibriert.
Diese ganze Arbeit ist meiner Meinung nach für die Katz, wenn ich die Bilder am Schnelldrucker machen lasse. Ich habe bisher selten bis eigentlich nie ein Foto mit korrekten Farben aus so einem Gerät erhalten. Rot-, Grün-, Blau-, Wasweißichnichtallesstich war bisher immer vertreten. Muss also nicht sein.
 
Tipp 4: Automatische Bildoptimierung
Dieser Tipp gilt, egal, ob ihr am Schnelldrucker seid oder die Fotos über ein Labor machen lasst. Natürlich wissen die Experten bei Kodak und Co, dass die meisten Fotos nicht von Fotografen kommen, die sich mit dem ganzen Farbmanagement befassen, sondern von Handys, Digicams und und und. Damit diese Bilder gut aussehen gibt es (fast) immer eine automatisch ausgewählte Option, dass die Bilder, was Farbe, Helligkeit, Schärfe und Kontrast anbelangt automatisch verbessert werden. Das ist meistens für diese Fotos auch sehr gut und ich würde euch empfehlen das so zu lassen, wenn ihr keine Lust habt, euch mit Bildoptimierung auseinanderzusetzen. Wenn ihr aber bereits ein professionell angefertigtes Bild habt, dann nehmt bitte auf alle Fälle diese Option raus. Da wird sonst nur verschlimmbessert. Außerdem stirbt da jedes Mal ein Engel... ;)
 
Tipp 5: Die Königsklasse des Bildes
Ihr habt einzelne Bilder, die ihr an die Wand hängen wollt? Vergesst die ganzen Bilder auf Leinwänden, vergesst die Bilder hinter Acrylglas. Meiner Meinung nach geht nichts über einen FineArt Print auf speziell für das jeweilige Foto ausgesuchtem FineArt Papier. Das ganze mit nem schönen, speziell für das Bild angefertigtem Passepartout in einem speziell für das Bild ausgesuchten Bilderrahmen hinter entspiegeltem Glas. Das ist nicht ganz billig, aber daran hab ich dann über Jahre meine Freude und damit wird es dann doch wieder indirekt günstiger.
Bitte nicht durcheinanderkommen: ein FineArt Print ist zwar auch ein Druck, ist aber nicht zu vergleichen, mit den Ausdrucken, die man sonst so kennt. Das sind ganz spezielle Drucker mit noch spezielleren Tinten. Sowas kann man dann nur noch in ausgesuchten Laboren bestellen, aber damit hat man dann auch wirklich einen Hingucker an der Wand.
 
 
 
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